Annette Gönner-Langendörfer  -  Steißlingen

 Mixed Zone

Annette Gönner-Langendörfer zeigte aktuelle Arbeiten

 Im Juli 2008 eröffnete die junge Galerie die Ausstellung „Mixed Zone“ von Annette Gönner-Langendörfer. Die Steißlinger Künstlerin gewährte dabei einen Einblick in ihre aktuellen Projekte. Sie liebt das Plastische, pendelt in ihrer Arbeit aber immer wieder zwischen dem Drei- und den Zweidimensionalen. Neben Objekten wurden daher auch Papierarbeiten wie beispielsweise ihre Wachsbilder zu sehen sein.  

Annette Gönner-Langendörfers Arbeit bewegt sich um das Thema „Bewegung“ und die lebendigen Eigenschaften von Materialien einerseits und die Form und Ausdrucksvielfalt des weiblichen Körpers auf der anderen Seite. Neben kleinen vollplastischen, archaischen Figuren entstand in der letzten Zeit beispielsweise eine Serie von Statuetten aus Holzschindeln. Der Gestaltungsreiz lag für sie dabei in der Zweidimensionalität. Eine Art Schattenriss entstand, der durch seine Schwünge und die Dynamik der Flächen dennoch plastisch wirkte. Annette Gönner-Langendörfer wollte die im Holz versteckten Wesen sichtbar zu machen. Manche erschienen ihr sehr schnell und eindeutig in Ausdruck und Geste, andere wollten gesucht werden, wieder andere mussten mehrfach umgestaltet werden. Das Spiel mit dem Material ist ein wesentliches Element in der Arbeit von Annette Gönner-Langendörfer. Ob mit Filz, mit Holz oder Stein, stets versucht sie, das Material zum Sprechen zu bringen.

Zuletzt war im Konstanzer Stadttheater eine Aufführung der „Czerner Dance Company“ zu sehen, die Gönner-Langendörfers „Schindelfrauen“ in Choreographie und Bühnenbild von „Unkown Godnesses“ mit einbezog. Im Foyer waren die insgesamt 40 „Schindelfrauen“ zu sehen. Ihr leidenschaftliches Interesse an Bewegung führte sie auch zum Tanz. So sind Annette Gönner-Langendörfer und ihr Mann Thomas Langendörfer auch als Tanzpaar ein Begriff. Zuletzt waren sie 2007 mit einer Tango-Performance auf den Steißlinger Kultur-Tagen zu sehen.

Jörg Rinninsland

 

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